Uli Rahm


Uli Rahm, beschreibt in seinem 2003 im Claudius-Verlag erschiedenen Buch:
"Ausweg ins Freie", wie er zur Thomasmesse kam. Hier ein Auszug:

"Thomasmesse?!" - von wem ist denn die?: Ja, das war mein erster Satz zur Thomasmesse. In Frageform an meine Frau gestellt. "Spatzenmesse", "Krönungsmesse", da kannten wir schon einige, aber Thomasmesse?

Meine Frau und ich machten seinerzeit den Kirchenbesuch von der Besichtigungswürdigkeit der Kirche, oder / und den Darbietungen beim Gottesdienst abhängig. Da mussten die sich schon anstrengen! Ein Orgelkonzert oder eine schöne Messe mit einem guten Chor sollten da schon sein. Aber eine unbekannte Messe in einer unbekannten, noch dazu evangelischen Kirche, das machte uns neugierig. Und so gingen wir an einem schönen Spätsommerabend trotz vieler andere Angebote in die Lukaskirche. Und dann? - Die beste Zusammenfassung dieses Abends, der etwas anders war als andere:

Wir standen beide "unter Wasser". Von der Art zu beten angefangen bis zum Schluss-Segen wurden wir so berührt, dass uns die Gefühle übermannten. Da konnte man mit Menschen sprechen über Gott und sich selbst, konnte Lieder mit verständnisvollen Texten singen. Dem Pfarrer sah man den Pfarrer nicht an. Angehört, hat man ihm den Pfarrer schon - aber auch hier waren Wortwahl und Stimme aussergewöhnlich.